
Sticker Academy
So gestaltest du Aufkleber, Teil 1
Wir sind beim fünften und letzten Teil unserer Serie „How to Make Stickers" angekommen. Falls du die ersten vier verpasst hast, findest du sie am Ende dieses Artikels.
In diesem letzten Artikel geht es um das Warum, Wie und Was von Schnittlinien. Wenn Sticker einen geheimen Bauplan hätten, wäre es dieser.
TL;DR: Schnittlinien sind die digitalen Konturen, die der Schneidemaschine genau zeigen, wo dein Sticker zugeschnitten wird. Sitzt die Schnittlinie, lässt sich dein Sticker sauber abziehen, wirkt durchdacht und entspricht deiner kreativen Vision bis auf den Millimeter.
Eine Schnittlinie ist ein sauberer Vektorpfad, der die endgültige Form deines Stickers festlegt. Gedruckt wird sie nicht, Deko ist sie nicht, optional erst recht nicht. Die Schnittlinie ist ganz einfach die Form, in die dein Sticker geschnitten wird.
Mit der Schnittlinie kannst du zum Beispiel:
perfekte Freiform-Silhouetten von Figuren schneiden
glatte Kreise, Ovale und geometrische Formen erstellen
Markenlogos mit detaillierten Konturen umsetzen
Sticker mit Wellenrändern, Blobs, Blitzkanten, Wolkenformen und mehr gestalten
Hat ein Sticker eine Form, ist die Schnittlinie der Grund dafür. Aber: Schnittlinien legen nicht nur die Form (bzw. Kontur) des Stickers fest, sie sind auch für Innenschnitte und Durchschnitte wichtig. Kurz gesagt: Ohne sie geht es nicht, egal um welches Stickerprodukt es geht.
Alle Sticker haben eine äußere Schnittlinie. Der Zuschnitt kann konturgeschnitten (meist Freiform genannt), quadratisch oder rund sein oder abgerundete Ecken haben. Diese Optionen findest du in unserem Bestellprozess, bevor du dein Design hochlädst.
Sticker können aber auch Innenschnitte haben, wie bei Kiss-Cut-Stickern und Stickerbögen. Dabei entstehen ein oder mehrere abziehbare Sticker mit Material drumherum. Gemeinsam ist beiden: Das Trägerpapier hinter dem Sticker bleibt intakt.
Schnittlinien braucht es auch, um Teile innerhalb eines Stickers auszuschneiden – das nennt man Durchschnitt. So bekommst du Buchstaben mit ausgeschnittenen Zwischenräumen oder ein echtes Loch in deinem Donut-Sticker.
Egal welche Schnittart: Schnittlinien werden immer mit denselben Einstellungen und nach derselben Methode erstellt.



Da wir für die Druckvorstufe Adobe CC nutzen, zeigt dieser Guide, wie du eine Schnittlinie in Adobe Illustrator erstellst.
Öffne deine Datei in Adobe Illustrator
Erstelle eine neue Ebene, nenne sie „cutline" und leg sie ganz nach oben
Zeichne deine Kontur mit dem Zeichenstift-Werkzeug, einem Form-Werkzeug oder „Pfad verschieben"
Achte darauf, dass die Schnittlinie glatt, geschlossen und vektorbasiert ist
Deine Schnittlinie sollte 0,076"/2 mm außerhalb deines Designs liegen. Wenn du Sticker ohne Rand drucken möchtest, zieh das Design 0,076"/2 mm über die Schnittlinie hinaus.
Verwende für die Schnittlinie keine Transparenz, Verläufe oder Effekte
Nutze eine Kontur von 1 pt, stell den Farbtyp auf Volltonfarbe und wähle 100 % Magenta
Wenn du wie wir eher zur nerdigen Sorte gehörst, lies den vollständigen Guide hier.
Und wie passt du Schnittlinien an, wenn deine Datei noch keine eigene enthält? Ganz einfach. Du hast trotzdem ein paar Optionen: Entweder du passt die Schnittlinie beim Bestellen direkt im Editor an, oder du hinterlässt uns einen Kommentar mit deinem Wunsch.
Im Editor:
Klick in der rechten Seitenleiste auf Schnittlinien und wähle die Größe, die zu deinem Design passt: klein, mittel oder groß.
Du kannst die Form des ganzen Stickers auch auf quadratisch, rund oder abgerundete Ecken umstellen, wenn das besser zu deinem Design passt.
Für eine echte Freiform achte darauf, dass dein Design einen transparenten oder weißen Hintergrund hat. Sonst erkennt das System die Kontur womöglich nicht richtig und wählt standardmäßig ein Quadrat.
Per Kommentar:
Und wie immer kannst du uns einen Kommentar hinterlassen, damit wir die Schnittlinie exakt an die Form deines Designs anpassen – besonders, wenn du den Hintergrund nicht selbst entfernen kannst. Wir helfen gern dabei, dass alles so aussieht, wie du es dir vorgestellt hast.
Verpass nicht die anderen Teile der Serie „How to Make Stickers". Über die Links unten kannst du frühere Beiträge nachholen oder weiterlesen.
